Regelmässig veranstaltet die Oberwaid medizinische Fachvorträge und Informationsveranstaltungen zu Themen aus den Bereichen Psychosomatik, Kardiologie, Orthopädie und moderner Prävention.
Profitieren Sie von dem Fachwissen unserer Referentinnen und Referenten.
Im Anschluss an die Referate besteht die Möglichkeit zu einem fachlichen Austausch.
Die Vorträge sind kostenlos und finden jeweils in den Seminarräumen der Oberwaid statt.
Regelmässig veranstaltet die Oberwaid medizinische Fachvorträge und Informationsveranstaltungen zu Themen aus den Bereichen Psychosomatik, Kardiologie, Orthopädie und moderner Prävention.
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Die Vorträge sind kostenlos und finden jeweils in den Seminarräumen der Oberwaid statt.
Donnerstag, 22. Januar 2026 ab 18.15 Uhr
Referent:
Dr. med. univ. Michael Pramstaller
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Küsnacht
Kann künstliche Intelligenz den Menschen verstehen?
Zwischen digitaler Simulation und menschlichem Bewusstsein.
Das Referat untersucht, was «Verstehen» im psychotherapeutischen Sinn bedeutet und ob KI dazu grundsätzlich fähig sein kann.
Es hinterfragt, ob Bewusstsein und Subjektivität für Verstehen notwendig ist, und betont, dass auch menschliche Kommunikation stark musterbasiert ist. Wenn KI emotionale und sprachliche Nuancen zunehmend erkennt, könnte sie einer funktionalen Form von Verstehen näherkommen? Zudem wird geprüft, ob der Resonanzprozess zwischen zwei Menschen teilweise technisch nachbildbar ist und wo künftig die Grenze zwischen echter Empathie und intelligenter Simulation liegen könnte.
12. März 2026 ab 18.15 Uhr
Referentin:
Dr. med. Michaela Wöhlermann
Chefärztin Muskuloskelettale Rehabilitation, Klinik Oberwaid
18. Juni 2026 ab 18.15 Uhr
Referent:
Dr. med. dipl. psych. Peter Mai
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich
In diesem Vortrag wird der Referent Dr.med. Peter Mai, Zürich aus jahrelanger therapeutischer Erfahrung darüber berichten, wie sich über kreative Prozesse bei Menschen mit psychischen Erkrankungen Heilungs- und hilfreiche Veränderungsprozesse aktivieren lassen. Dass der kreative Ausdruck als ein heilsamer Veränderungskatalysator in der Begleitung von unterschiedlichen Erkrankungen eine bedeutsame Rolle spielt, lässt sich auch in vielen Kulturen aufzeigen. Empirische Studien belegen die heilende Wirkung des kunst-und gestaltungstherapeutischen Ausdrucks nicht nur für die Behandlung psychischer Störungen wie Depressionen oder Traumata, sondern auch bei Krebserkrankungen können z.B. Schmerzen und Angstgefühle konstruktiv verarbeitet werden. Denn die Anwendung von kreativen, künstlerischen Ausdrucksformen wie z.B. Malen, kreatives Schreiben, Modellieren, Stimm-und Bewegungsausdruck ermöglichen es Gefühle auszudrücken, Stress abzubauen und neue Lebensperspektiven zu gewinnen.
13. August 2026 ab 18.15 Uhr
Referentin:
Prof. Dr. Rahel Bachem
Professorin für Psychopathologie & Psychotherapie, Ostschweizer Fachhochschule
Der Vortrag richtet sich an Fachpersonen und Interessierte.
Die ICD-11 bringt mit der neuen Diagnose der Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (KPTBS) eine bedeutsame Erweiterung des klassischen PTBS-Konzepts. In diesem Vortrag erhalten die Teilnehmenden einen praxisorientierten und zugleich wissenschaftlich fundierten Überblick über das Störungsbild der (K)PTBS und lernen das zugrunde liegende Traumakriterium nach ICD-11 kennen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Akkumulation von Stressoren unterschiedlicher Intensität, die mit PTBS- und KPTBS-Symptomatik assoziiert sein können – aktuelle empirische Befunde werden hierzu vorgestellt. Zudem wird die Abgrenzung der ICD-11-KPTBS gegenüber der Borderline-Persönlichkeitsstörung erläutert.
Neben dieser konzeptuellen Einführung werden praxisrelevante Instrumente der Diagnostik vorgestellt, darunter Screening-Verfahren sowie das International Trauma Interview (ITI) zur Erfassung von ICD-11-(K)PTBS.
Der Vortrag schliesst mit einem Blick über die traditionellen diagnostischen Kategorien hinaus: Wie wird Trauma in unterschiedlichen kulturellen Kontexten erlebt, verarbeitet und ausgedrückt? Präsentiert werden Ergebnisse einer aktuellen Studie im Rahmen eines internationalen Netzwerkprogramms. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Traumafolgen im Schweizer Kontext sowie den kulturellen Werten, die damit in Zusammenhang stehen. Der Vortrag zeigt auf, wie kulturelle Kontexte die Wahrnehmung, Deutung und den Ausdruck traumatischer Erfahrungen prägen – und welche praktischen Konsequenzen sich daraus für eine kultursensible psychotherapeutische Praxis ergeben.
18. Juni 2025 ab 18.15 Uhr
Referenten:
Dr. med. Claudio Stöbe & Dr. med. Patrick Studer
STEP — Ihre Orthopäden & Klinik Stephanshorn, St. Gallen

